In den vergangenen Monaten haben wir unseren Kraftraum umfassend umgebaut und modernisiert. Was zunächst als Idee begann, entwickelte sich schnell zu einem großen Gemeinschaftsprojekt unserer Abteilung. Mit viel Engagement, Eigenleistung und Unterstützung zahlreicher Mitglieder ist ein Kraftraum entstanden, auf den wir als Abteilungsleitung sehr stolz sind. In diesem Artikel möchten wir euch einen Einblick in den Umbau geben und uns herzlich bei allen bedanken, die zum Gelingen dieses Projekts beigetragen haben.
Abstimmung im Vorfeld
Im Rahmen der Jahreshauptversammlung 2024 wurde von den anwesenden Mitgliedern beschlossen, den Kraftraum grundlegend umzubauen. Um dieses Vorhaben realisieren zu können, haben wir zunächst eine grobe Kostenschätzung erstellt. Nach der Freigabe des Budgets durch die Vereinsleitung war der Weg für die Umsetzung des Projekts geebnet.
Anschließend sind wir in die konkrete Planung eingestiegen und haben den Umbau für den Herbst 2025 ins Auge gefasst. Für die Detailplanung fand ein erstes gemeinsames Meeting statt, bei dem alle Anwesenden ihre Ideen und Anregungen einbringen konnten. Uns war es besonders wichtig, einen partizipativen Ansatz zu verfolgen. Entscheiden sollten vor allem diejenigen, die sich auch aktiv an der Umsetzung beteiligen.
In diesem Treffen wurden Verantwortungsgruppen für die Bereiche Boden, Wände und Licht gebildet. Diese Gruppen übernahmen die jeweiligen Vorarbeiten und trugen maßgeblich zum Gelingen des Projekts bei. Gemeinsam haben wir uns für ein modernes und funktionales Design des Kraftraums entschieden.
Vorarbeiten
Im Anschluss an das Planungstreffen nahmen die jeweiligen Verantwortlichen Kontakt zu verschiedenen regionalen Firmen auf, um Unterstützung für den Umbau zu erhalten und entsprechende Kostenvoranschläge einzuholen. Parallel dazu wurde das benötigte Baumaterial organisiert und beschafft.
Nach Abschluss dieser umfangreichen Vorarbeiten konnte der eigentliche Umbau schließlich umgesetzt werden. Eein weiterer Schritt, der nur durch das große Engagement und die Unterstützung unserer Mitglieder möglich war.
Umbau
Wände
Im ersten Schritt des Umbaus widmeten wir uns den Wänden des Kraftraums. Zunächst mussten alle Geräte in die Raummitte geschoben und sorgfältig abgedeckt werden, um ausreichend Platz für die Arbeiten zu schaffen. Anschließend wurde die bestehende Holzwand in mehreren Helfereinsätzen entfernt.
Da zwei der Wände zusätzlich isoliert waren, wurde auch die alte Isolierung ausgebaut. Im nächsten Schritt setzten wir die Latten für die neue Isolierung, die uns freundlicherweise von der Holzbau Wörndl e.K. zur Verfügung gestellt wurden, hierfür möchten wir uns ausdrücklich bedanken. Danach wurde die neue Isolierung eingebracht und mit Rigipsplatten verkleidet. Diese mussten im Anschluss noch verspachtelt werden. Die beiden übrigen Wände wurden neu verputzt.
Bis auf das Spachteln und Verputzen konnten wir alle diese Arbeitsschritte in Eigenleistung umsetzen. Insgesamt erstreckten sich die Arbeiten an den Wänden über einen Zeitraum von etwa fünf Wochen – ein eindrucksvolles Beispiel für den großen Einsatz unserer Helferinnen und Helfer.
Parallel zu den weiteren Umbauarbeiten wurden die Wände sowie die Decke gestrichen. Dabei entschieden wir uns bewusst für die Farben Grau und Rot, um dem Raum einen modernen Look zu verleihen und gleichzeitig unsere Vereinsfarben widerzuspiegeln.
Licht
Im nächsten Schritt wurden die alten Halogenleuchten durch moderne LED-Lampen ersetzt. Diese sind nicht nur deutlich energiesparender, sondern sorgen auch für eine wesentlich bessere Ausleuchtung des Kraftraums und unterstreichen den modernen Gesamteindruck. Die Elektroarbeiten wurden extern vergeben und innerhalb von etwa einer Woche fachgerecht umgesetzt.
Boden
Das wohl aufwändigste Teilprojekt des Umbaus war der Boden. Dies lag hauptsächlich daran, dass es die Geometrie, das Gewicht und die Lage des Kraftraums im Keller der Trunhalle es extrem aufwändig gemacht hätte die Fitnessgeräte aus dem Raum zu entfernen. Deshalb haben wir uns nach reichlich Abwägung dazu entschlossen, den Raum in drittel zu unterteilen. Für das erste drittel schoben wir alle Geräte in die anderen beiden Drittel des Kraftraums, entfernten den bestehenden Boden durch abscharben des Klebers, frästen die verbleibenden Kleberreste ab, trugen Ausgleichsmasse auf und klebten den neuen Boden ein. Für das zweite und dritte drittel verschoben wir dann die Geräte auf die fertigen Bodenteile. Um hierbei den neuen Boden nicht zu beschädigen mussten wir diesen Abdecken. Hierzu spendete uns freundlicherweise die Schreinerei Daxenberger das nötige Material.
Das verschieben der Geräte und das entfernen des alten Bodens und Klebers konnten wir hierbei selbst durchführen, das abfräsen, aufbringen der Ausgleichsmasse und einkleben des neuen Bodens wurde extern übernommen.
Da wir die Arbeit auf drei Schritte aufteilen mussten, Beschädigungen ausgebessert werden mussten und die Kleber und Ausgleichsmasse jeweils aushärten mussten zogen sich diese Arbeiten über einen Zeitrahmen von etwa 6 Wochen.
Fertigstellung
Nach der Fertigstellung des Bodens konnte der Umbau abgeschlossen werden. Hierfür wurde zu einem letzten großen Helfereinsatz über WhatsApp und Email eingeladen. An diesem Tag wurden am Morgen alle Geräte auf ihre Finale Position gerückt, die neuen Polster angebracht, die neuen und alten Spiegel angebracht, Halterungen montiert, Mängel repariert, eine neue Kommode aufgebaut, alle Maschinen gereinigt und geschmiert, der gesamte Raum gesäubert.
Dieser Helfereinsatz erstreckte sich über einen Samstag und bildete den Abschluss der großen Arbeitseinsätze.
Im Anschluss daran konnte der Raum nach etwa 14 Wochen (ergeben sich aufgrund von Wartezeiten zwischen den Arbeitspaketen) Anfang November wieder freigegeben werden.
Weitere Arbeiten wie das Anbringen von Fussbodenleisten und Fensterbrettern, hier möchten wir der Zimmerei Georg Reiter danken, wird im Nachgang erledigt, der Kraftraum kann aber bereits ohne Einschränkungen genutzt werden.
Fazit
Der Umbau unseres Kraftraums war ein großes und anspruchsvolles Projekt, das ausdrücklich aus den Reihen unserer Abteilung gewünscht wurde. Auch wenn der Zeitpunkt für uns als Abteilungsleitung aufgrund beruflicher Weiterbildungsmaßnahmen nicht ideal war, haben wir diese Herausforderung angenommen. Als unser erster Umbau dieser Größenordnung wurden wir dabei an einigen Stellen von zeitintensiven Details überrascht, die den Projektzeitraum verlängerten. Umso mehr freut es uns, dass wir dank der großartigen Unterstützung unserer Mitglieder ein Ergebnis erzielen konnten, mit dem alle Beteiligten äußerst zufrieden sind.
Das Feedback vieler Helferinnen und Helfer sowie Nutzer zeigt deutlich: Der Kraftraum wirkt heute größer, moderner und deutlich einladender. Durch die Schaffung eines zusätzlichen Mattenbereichs konnten wir zudem unser Trainingsangebot sinnvoll erweitern.
Mit diesem Beitrag möchten wir auch darauf aufmerksam machen, dass solche Projekte im Vereinsumfeld mit sehr viel Arbeit verbunden sind, die oft im Hintergrund bleibt. Abstimmungen, Freigaben, Anfragen, Materialbeschaffung, Entsorgung und Organisation sind nur einige der Aufgaben, die notwendig sind, damit am Ende ein nutzbarer Raum entsteht, auch wenn diese Arbeit für die reine Nutzung später kaum sichtbar ist.
In diesem Zusammenhang möchten wir uns ganz besonders bei allen Helferinnen und Helfern unserer Abteilung bedanken. Insgesamt haben sich 53 Mitglieder aktiv am Umbau beteiligt, was rund 25 % unserer Abteilungsmitglieder entspricht. Gerade wenn man berücksichtigt, dass viele Mitglieder passiv angemeldet sind, ist diese Beteiligung alles andere als selbstverständlich. Dafür sagen wir: Vielen herzlichen Dank an alle, die mit angepackt haben!
Die gemeinsamen Arbeitseinsätze haben nicht nur den Kraftraum verändert, sondern auch das Miteinander in der Abteilung gestärkt. Man lernt sich besser kennen, arbeitet gemeinsam auf ein Ziel hin und entwickelt ein echtes Wir-Gefühl. Wir sind überzeugt, dass unsere Abteilung und der gesamte Verein noch lange positiv von dieser Aktion profitieren werden.
Zum Abschluss möchten wir deshalb noch einmal ausdrücklich dazu ermutigen, sich bei Aktionen, Arbeitseinsätzen und Terminen unseres Vereins einzubringen. Bei diesen Gelegenheiten wird über die Zukunft entschieden und nur wer dabei ist und mitarbeitet, kann auch mitgestalten. Anstatt im Nachhinein zu sagen, was man hätte besser machen können, laden wir dazu ein, selbst aktiv zu werden. Unterstützung ist in der Vereinsarbeit immer willkommen.
Gerade für unsere Kraftraum-Abteilung gilt: Wir sind kein Fitnessstudio, sondern Teil eines Sportvereins. Dass wir unser Angebot zu so fairen Konditionen bereitstellen können, ist nur durch ehrenamtliches Engagement möglich. Der Grundsatz „Gemeinsam anpacken“ ist dabei entscheidend und dieser Umbau hat eindrucksvoll gezeigt, wie viel gemeinsam erreicht werden kann.
Kurzfassung
Nach rund 14 Wochen Umbauzeit konnten wir unseren Kraftraum Anfang November wieder für den Trainingsbetrieb freigeben. Gemeinsam mit 53 engagierten Helferinnen und Helfern aus der Abteilung haben wir den Raum umfassend modernisiert – von Wänden, Beleuchtung und Boden bis hin zur finalen Einrichtung.
Der Umbau war ein großes Gemeinschaftsprojekt, das durch viele ehrenamtliche Arbeitsstunden, sorgfältige Planung und die Unterstützung regionaler Firmen ermöglicht wurde. Das Ergebnis ist ein deutlich modernerer, heller und einladenderer Kraftraum, der zudem durch einen neuen Mattenbereich unser Trainingsangebot erweitert.
Wir sind sehr stolz auf das gemeinsam Erreichte und bedanken uns herzlich bei allen Mitgliedern, die sich eingebracht haben. Der Umbau hat nicht nur den Raum verändert, sondern auch den Zusammenhalt in unserer Abteilung weiter gestärkt – ein starkes Zeichen dafür, was im Verein gemeinsam möglich ist.
Abschließend wollen wir uns noch bei allen weiteren Unternehmen aus der Region bedanken, die für uns Arbeiten ausgeführt haben:
Wittmann Haus- und Gartenservice
Parkett Rotter
Jonas Ettenhuber und Marco Becker rund ums Haus
Baugeschäft Max Putz
Maler Marin, Malermeister Hunker
Raumausstattung Stadler
SSP Elektrotechnik GmbH
Streich Schneider GmbH
Premium LED Design GmbH
Schreinerei Daxenberger
Holzbau Wörndl e.K.
Zimmerei Georg Reiter
