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„Lakers lernen aus Fehlern“

Lakers gewinnen Krimi in letzter Sekunde
Wenn es letzten Samstag ein Ziel gab, welches sich die Basketballer der Seeon Lakers für das Duell gegen den TSV 1864 Grafing 2 gesetzt haben, dann allen voran das Einhalten von Disziplin. Denn in den letzten beiden Spielen scheiterte das sonst zuverlässige Teamgefüge der Seeoner an sich selbst. Entweder durch Verunsicherung in entscheidenden Momenten wie gegen Wasserburg oder durch negative Emotionsausbrüche wie in Burghausen. Beide Partien wurden dadurch aus der Hand gegeben. Somit diente das Samstagsduell hinter heimischer Kulisse nicht nur zum Erhalt des Tabellenplatzes 2 sondern auch zur Selbstfindung des Teams.
In der gut besuchten Seeoner Schulhalle hat sich Lakers-Trainer Stefan Dangl einiges vorgenommen. Im Detail sollten Leistungsträger der Gegner aus dem Spiel genommen und gleichzeitig die eigenen Wurfspezialisten in Szene gesetzt werden. Für die Seeoner Schützen wie Benjamin Rosnitschek, Andreas Guggenberger, sowie Center Uwe Flechtner sollten Wurfsituationen erspielen, die Verteidigung den Grafinger Topscorer Dominik Zinner ausschalten, welcher knapp 30 Punkte pro Partie erzielt. Die Lakers setzten diesen Plan im ersten Viertel konsequent um und erarbeiteten sich eine 24:17 Punkte Führung.

Uwe Flechtner konnte sich mehrmals gegen seine Gegenspieler durchsetzen. (Foto: A. Zgela)
Im zweiten Viertel wachten die Grafinger auf und stoppten die Lakers-Offensive. Eine enge Verteidigung sowie das Unterbinden zweiter Wurfchancen führten zum Erfolg und generierten umso mehr Punktemöglichkeiten für die Gäste. Zum Pech der Lakers schwächelten sie beim Defensiv-Rebound, sodass die Gegner stets zweite Wurfmöglichkeiten bekamen. Der Halbzeitstand betrug 35:31 Punkte.
Zur Halbzeit ging das Seeoner Team in sich und verharrte stoisch auf der Bank. Beim Blick in die Gesichter konnte abgelesen werden, dass sich das Team etwas vorgenommen hat und dies den Zuschauern zeigen wollte. So präsentierte sich das Team im dritten Viertel kämpferisch. Körperbetonte, handballartige Verteidigungsformen beherrschte die Partie, die weiterhin stets fair und respektvoll geführt wurde. Die Grafinger nahmen die Seeoner Schützen aus dem Spiel und konnten durch Korbleger punkten. Die Seeoner wiederum unterbrachen weiterhin das Spiel um Dominik Zinner, der an dem Tag unter 20 Punkte gehalten wurde. Das dritte Viertel ging mit 48:46 Punkten an die Seeon Lakers.
Nun war die Seeoner Disziplin gefragt. Im letzten Viertel gab es einen Schlagabtausch. Sechs Minuten lang konnte sich keine Mannschaft absetzen. Erst ein Dreipunktwurf von Andreas Guggenberger führte zum sechs Punkte Abstand der Lakers. Die Halle tobte. Grafing gab nicht auf, erkämpfte sich Punkte und Freiwürfe und verkürzten 20 Sekunden vor Schluss auf einen Punkt. Die Lakers hatten den letzten Angriff der Partie, welcher aber früh durch ein taktisches Foul an Guggenberger unterbunden wurde. Die daraus resultierenden Freiwürfe verwandelte der sichere Schütze nicht und Grafing bekam nun die Wurf- und Siegeschance. Mit nur fünf Sekunden vor Ende verfehlten die Gäste den Korb und mussten sich geschlagen geben. Nach einem abschließendem taktischen Foul und verwandelten Körben gewannen die Lakers eine dramatische, faire Begegnung mit 59:57 Punkten.
Trainer Stefan Dangl bewertete das Spiel positiv: „Wir haben heute unsere Stärken ausgespielt und aus den Fehlern der letzten Spiele gelernt. Diese Erkenntnis muss uns im Gedächtnis bleiben.“ Genau das wird nächsten Samstag wichtig sein, wenn es auswärts gegen den TSV Bad Reichenhall 2 geht.
Für die Lakers spielten Uwe Flechtner, Andreas Guggenberger, Benjamin Rosnitschek, Edgar Gaspar, Andreas Brandstätter, Andreas Manzinger, Stefan Dangl, Paul Scheffner und Dominik Zgela. Bericht: Dominik Zgela